0b  08.10.2019
  Testshot vorgestellt: Land Rover Series III LWB station wagon
  (Revell, 07047, Maßstab 1:24)
   von Bernd Heller

Das Original:

Neben dem amerikanischen Willys Jeep ist der britische Land Rover das Synonym für ein Geländefahrzeug. Erstmals 1948 vorgestellt folgten im Laufe der Zeit viele Versionen dieses nahezu unverwüstlichen Fahrzeuges, welches bis 2016 in über 2 Millionen Einheiten hergestellt wurde. Er wurde und wird insbesondere in Ländern mit weniger gut entwickelter Infrastruktur gerne eingesetzt. Sei es zivil, bei Rettungseinheiten oder bei Militärs. Wer sind zum Thema Land Rover genauer informieren möchte, wird im Internet schnell und erschöpfend Auskunft finden.

 

Der Land Rover als Modell:

Das Original ist in den verschiedenen Maßstäben bei Spritzgussbausätzen recht präsent. Fast jeder Maßstab wird dort bedient, auch wenn die Bausätze schon ein älteres Semester sind. Im Maßstab 1:24 gab es den Land Rover als Wiederauflage letztmalig von Italeri, dessen Ursprung bis in die 1980'er Jahre zurück ging, welcher auf dem Esci-Bausatz aus den 1970'er Jahren beruht. Also höchste Zeit, das sich auf dem gängigen Fahrzeug-Maßstab ein neuer Platzhirsch etabliert.

 

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Der Testshot des Land Rover Series III LWB station wagon von Revell:

Womit wir bei dem vorliegenden Testshot des Station Wagon Land Rover Series III LWB 109 von Revell angekommen sind. Die Zahl 109 bezieht sich auf den Radstand von 109 Zoll (LWB = Long wheelbase). Mit 15 Spritzlingen zeigt Revell auch gleich die Richtung, in die es gehen wird: Damit wird eine möglichst breite Variantenvielfalt des Modells gewährleistet. Bei den großen Herstellern ist das gängige Praxis und durchaus nachvollziehbar und legitim.

 

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Die Formneuheit von Revell besteht aus den Spritzlingen A bis P, der Karosserie und fünf Reifen aus Weichmaterial. Nach Herstellerangaben ergibt das 184 Einzelteile. (Auf den Übersichtsfoto der Spritzlinge fehlt leider der Rahmen K. Bei den Detailfotos ist er aber vorhanden.) Darunter sind zwei Spritzlinge aus transparenten Material. An einigen Bauteilen sind leichte Trennähte zu finden, die aber einfach zu entfernen sind. Aber man muß berücksichtigen das es sich hier um einen Testshot des Bausatzes handelt. Korrekturen, z.B. wegen der Trennähte, sind vor der Serienproduktion noch möglich.

 

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Man kann den Wagen als Links- oder als Rechtsfahrer bauen (LHD oder RHD) mit deutschem oder englischem Kennzeichen. Das wird in der Anleitung als Version 1 oder 2 bezeichnet. Entsprechend liegen einige Bauteile in doppelter Ausführung bei (z.B. Sitze und Außenspiegel). Alle Türen der Karosserie können in der Ab-Werk-Version nur geschlossen dargestellt werden. Wer hier mehr "Leben" im Modell haben möchte muß Mehrarbeit in Form von Sägearbeiten auf sich nehmen. Kleinere Details im Innenraum müssen selbst ergänzt werden. Als einzige Option bietet Revell an, die Motorhaube des Geländewagens geöffnet darzustellen. Der Motorblock und der Motorraum sind sehr detailliert nachgebildet. Die Vorderachse kann beweglich montiert werden.

 

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Der Bauplan besteht aus 86 Abschnitten (siehe unten Auszüge) und die Zeichnungen haben eine leicht verständliche Größe. Bei den Farben sind neun Farbtöne genannt, von denen eine (F) aus zwei Farben zusammengemischt werden sollen. Jedoch sind bei der Lackierung des Modells der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

 

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Zum Zeitpunkt dieses Berichtes lag der Markierungsbogen noch nicht vor. Deshalb kann an dieser Stelle dazu keine Angaben gemacht werden.

 

Fazit:

 

Positiv:
- Detaillierter Motor, Motorraum und Unterboden
- Geöffnete Motorhaube
- Vorderachse beweglich
- Modell als Rechts- oder Linkslenker baubar
- Optionale Sitze
- Zahlreiche Details auf der Außenseite des Modells

 

Negativ:
- Alle Türen sind geschlossen dargestellt
- Kleinere Details des Innenraums wurden nicht berücksichtigt

 

Außen verfügt das neue Modell des Land Rover von Revell über eine Vielzahl von Details, die ein stimmiges Bild des Geländefahrzeuges ergeben. Bei den großen Scheiben hat man aber auch einen guten Blick in das Wageninnere. Deshalb fällt das Fehlen einiger Details beim genaueren Betrachten auf. Die wäre sicherlich Machbar gewesen, doch dann wäre der Bausatz wahrscheinlich teurer als die UVP 29,99 EUR. So hat sich Revell für den günstigen Preis entschieden und kommt damit wohl der Mehrheit der Modellbauer oder Liebhaber des Originals entgegen. Nach Angaben auf der Webseite von Revell wird der Bausatz ab KW 42/2019 verfügbar sein.

 

Eine mögliche Bezugsquelle direkt bei Hersteller gibt es hier.

    

Bernd Heller / Modellbauclub Koblenz