News

 DSC1319klein 13.07.2017
 Galeriebericht: Westland Wessex HAS Mk.3
 (Revell, Art.Nr. 04898, Maßstab 1:48)
 von Florian Hölzel

 

Durch die Abschaltung der alten Webseite sind leider auch fast alle alten Veröffentlichungen verloren gegangen. Von Zeit zu Zeit stellen wir die verbliebene Berichte hier wieder vor, damit sie nicht ganz aus dem Gedächtnis verschwinden.

Nach dem Sea Lynx in 1:32 zeigen wir hier von Florian Hölzel seinen Westland Wessex in 1:48.

  

 DSC1319klein

 

Da der Bausatz schon etwas älter ist hat man hier und da kleine Probleme, was die Passgenauigkeit betrifft. Die Scheiben für den Innenraum passen hinten und vorne nicht. Diese müssen um einige Millimeter abgeschliffen werden, um in den Rumpf zu passen. Die Klarsichtteile am Cockpit passten ohne Nacharbeit. Nichts desto trotz ging der Bau recht schnell, wenn man nicht so viele Pausen macht. Ich habe mich für die gelb-blaue Version entschieden, da sie doch ein wenig mehr Farbe ins Spiel bringt. Durch die Rundungen ist das Abkleben der Nase etwas knifflig.

 

 DSC1220klein   Cockpit    DSC1222klein    DSC1257klein    DSC1258klein   Abkleben

 

Ich habe die Gurte mit Maskingtape nachgebildet. Im Bereich des Cockpits wurden auch die Gurte nachgebildet und das Instrumentenbrett von hinten verkabelt. Die Passgenauigkeit des Innenraums und des Cockpits ist sehr gut, genauso wie das Zusammenfügen der beiden Rumpfhälften verlief ohne Probleme. Ich habe mich für eine Maschine ohne die Torpedos entschieden, denn es muss ja nicht immer bewaffnet sein. Die obere, mittlere Cockpitscheibe wurde ebenfalls lackiert, so wie es dem Original entspricht. Die Decals bereiten keine Probleme und lassen sich wunderbar mit Weichmacher bearbeiten. Bei dem schwarzen Decal, welches ovalähnlich ist, muss man nur schauen, wie man es anbringt, da die Kästchen nicht mit denen auf dem Rumpf übereinstimmen.

 

 DSC1325klein    DSC1321klein    DSC1320klein    DSC1328klein

 

An der Winde ergänzte ich aus Draht ein Seil und eine Öse. Die Winde direkt wurde noch mit einem Kabel am Rumpf angeschlossen. Leider gibt es ein paar Stellen, bei denen man sehr aufpassen muss. Der Heckrotor ist am Anschluss teilweise nicht richtig gespritzt gewesen, sodass man zwei Teile hatte, die man dann an den Heckrotorkopf anbringen musste. Die Heckrotorblätter haben des weiteren so tiefe Gravuren, dass beim Lackieren der rot-weißen Markierung die Farbe unter dem Tape durchläuft, hier sollte man entweder auf die Decals zurückgreifen, oder man nimmt, so wie ich, Farbausbesserungen vor. Am Hauptrotor habe ich die gelben und roten Streifen lackiert und die Decals nicht genutzt. Revell hat, auch für das Aufbringen der Decals, eine schöne Zeichnung mit den jeweiligen Abstandsmaßen der Decals in der Anleitung abgedruckt, somit erleichtert sich auch das Ausmessen für das Abkleben.

 

 DSC1318klein    DSC1330klein    DSC1329klein


Der Hauptrotorkopf ist mit Vorsicht zu genießen. Mir ist eine Seite beim heraustrennen aus dem Gußast abgebrochen, lies sich aber wieder reparieren. Den Antennendraht am Rumpf habe ich auch aus Draht gemacht. Meiner Meinung nach lässt er sich, wenn man ihn von Strebe zu Strebe kürzt, besser anbringen, als wenn man ihn durchgehend anklebt. Was nicht so schön ist, sind die Spaltmaße einiger Teile, die man auch nicht unbedingt spachteln kann, da die Nietenreihen sonst verschwunden sind.

Dem ein oder anderen wird es sicherlich genauso gehen wie mir: Wenn er fertig ist, macht man drei Kreuze und nimmt sich vor, ihn so schnell nicht noch einmal zu bauen. Wenn sich für die Wessex entscheidet, sollte man vorher nach ein bis zwei Originalfotos schauen, um den einen oder anderen Farbtupfer entgegen der Bauanleitung richtig zu tätigen.

 

Florian Hölzel