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20170503 111540cccc111  25.05.2017
  Bausatzvorstellung: Porsche 934 RSR Jägermeister
  (Revell, Art.Nr. 07031, Maßstab 1:24)
  von Ingo Hempel

 

Passend zum Bericht des Testshot vom Januar kann nun nach der Markteinführung der Endversion eine Bausatzvorstellung erfolgen. Rein äußerlich betrachtet kommt die Kiste des neuen Porsche 934 Bausatz recht schick im neuen Design der Firma Revell daher und auch ein erster Blick auf die Teileanzahl von 104 stimmt den Modellbauer froh und verspricht ein ordentliches Bauvergnügen.

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Als Erstes habe ich mir die Bauanleitung aus dem Karton gezogen und zu Gemüte geführt. Die ersten Seiten mit allgemeinen Erklärungen fallen unheimlich großzügig aus. Für meinen Geschmack ist das zu lang und andererseits vermisse ich die Hintergrundinformationen über das Original wie man sie sonst gewohnt war. Davon abgesehen kommt die Anleitung aber in Farbe daher, was wiederum äußerst ansprechend aussieht und auch zum besseren Verständnis der einzelnen Bauabschnitte beiträgt. Dadurch bleibt durchaus ein positiver Eindruck hängen. Gleichzeitig fand ich in der Anleitung die Decals vor. Diese sehen sehr gut aus, sind scharf gedruckt und weisen nur einen sehr dünnen Trägerfilm auf. Ich denke damit lässt sich arbeiten.

 

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Wie zu erwarten war haben die einzelnen Spritzlinge eine andere Farbe erhalten als noch der Testshot. An den Teilen selbst hat sich aber nichts mehr geändert. Der Inhalt der Kiste gliedert sich wie folgt auf:

 

     2 Spritzlinge in orange mit Karosserieteilen und dem Chassis
     1 Karosserie, ebenfalls in orange gegossen
     4 Spritzlinge in schwarz mit den Teilen des Cockpits
     1 Spritzling in silbergrau mit Motor- und Fahrwerksteilen
     1 verchromter Spritzling mit Felgen, Scheinwerfern und Kleinteilen
     1 klarer Spritzling mit logischerweise den Scheiben und Leuchten
     4 Slickreifen aus Gummi

 

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Die einzelnen Teile sehen im Allgemeinen recht gut aus, es können aber leider auch mal unschöne Grate zu beseitigen sein. Sehr sauber gearbeitet und daher wirklich extra zu erwähnen sind die Klarsichtteile, welche mir hervorragend gefallen und keinerlei Schlieren oder ähnliches aufweisen. Die Chromteile glänzen wiedermal äußerst stark und sehen daher teilweise nicht besonders realistisch aus. Der Profi wird diese sicher entchromen und selbst neu lackieren. Was auf mich auch etwas störend wirkt, sind die sehr massiven Verstrebungen an der Karosserie. Ein Problem ist das zwar nicht, kostet aber Zeit und Schleifarbeit. Bei der weiterhin nicht optimalen Faltbox des Bausatzes helfen die Verstrebungen aber vielleicht doch vor dem Verziehen der Karosserie und sind daher schon wieder nützlich.


Jetzt muss sich der Revell Porsche nun doch noch einem Vergleich mit seinem bekannten Pendant von Tamiya gefallen lassen. Als Erstes sei gesagt, den Vergleich braucht Revell nicht zu scheuen. Für mich persönlich bietet der „neue“ Porsche 934 bessere Ansätze. Tamiya bietet die Karosserie nur als Komplettpaket an, bei Revell bleiben die Hauben abnehmbar und auch die Stoßstangen liegen wie bereits erwähnt separat bei, was das Lackieren und vor allem das Abkleben erleichtern sollte. Auch unter den Hauben spielt sich bei Revell definitiv mehr ab. Tamiya bietet den Motor als am Chassis angegossene Curbsidevariante an, wohingegen Revell einen detailierten Motor bestehend aus 13 Teilen liefert. Unter der offenen Fronthaube verbergen sich bei Revell der Tank, Batterie etc…, leider alles im „Kofferraum“ fest angegossen. Die Lackierarbeit wird lustig werden. Dafür gibt es diese Ansicht bei Tamiya gar nicht. Tamiya kontert wohl aber in punkto filigraner Details, ein Beispiel sollen hier mal die Verstrebungen zwischen den Seitenscheiben sein. Diese wurden bereits von meinem Vereinskollegen Rene Geinitz (er sorgt für einen entsprechenden Baubericht mit der Version des Vaillant Porsche 934 RSR) als Dachlatten bezeichnet, da sie doch sehr massiv daherkommen.

Unter der Voraussetzung, dass letztlich alles zusammenpasst bietet Revell mit dem Porsche 934 ein recht ordentliches Paket mit einigen Möglichkeiten. Der geübte Modellbauer hat auf alle Fälle eine klasse Basis und weiteren Spielraum für zusätzliche Detailierungen und auch der Zubehörmarkt hat in Sachen Decals oder Felgen einiges im Angebot um einen individuellen Hingucker zu bauen.

 

Ingo Hempel

PMC Riesa 96 e.V.