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  25.02.2019
  Bausatzvorstellung: T-14 Armata Russian Main Battle Tank
  (Zvezda, 5056 , Maßstab 1:72)
  von Peter Theisen

Das Original:

Der T-14 Armata ist der neueste Kampfpanzer der russischen Armee. Er unterscheidet sich von allen derzeit genutzten Kampfpanzern durch die Unterbringung der gesamten Besatzung (Fahrer, Richtschütze, Kommandant) in der Panzerwanne, der Turm ist komplett ferngesteuert. Dies bedeutet einen besseren Schutz der Besatzung, gleichzeitig erhöht sich der Aufwand für die Automatisierung und damit die Komplexität des Fahrzeuges. Derartige Konzepte eines Kampfpanzers gab es auch schon bei der Bundeswehr, z.B. der Scheitellafettenpanzer auf Basis des Schützenpanzer Marder.


Der T-14 wurde im Jahr 2015 bei der jährlichen Siegesparade am 09. Mai erstmals öffentlich vorgeführt. Viele Details des Turms sind noch unbekannt. Er verfügt über eine 125 mm Kanone, einer ferngesteuerten Waffenstation mit 7,62 mm MG und diverse Selbstverteidigungssysteme z.B. gegen Panzerabwehrraketen. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Dieselmotor in X-Form. Motor und Getriebe sind zum ersten mal in einem russischen Kampfpanzer in einem Block zusammengefasst und können sehr schnell gewechselt werden kann. Bei westlichen Kampfpanzern ist dies seit den 70er Jahren schon in der Nutzung. Aufgrund der wohl sehr hohen Serienkosten ist noch keine Großserienfertigung angelaufen, T-80 und T-90 können kostengünstiger verbessert werden und bleiben deshalb weiter in Nutzung.

 

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Das Modell:

Nach dem 1:35 Modell bringt Zvezda den T-14 nun auch im Maßstab 1:72 auf den Markt. Das Modell ist aufwendig verpackt, in der bedruckten Außenhülle befindet sich ein aufklappbarer und stabiler Karton, in dem die Bauteile verpackt sind. Die meisten Modellbauer besitzen mehr Modelle als gerade im Bau befindlich sind und so sind die Bauteile auch beim Stapeln von Bausätzen bestens vor Beschädigungen geschützt. Die Bauanleitung ist in russischer und englischer Sprache ausgeführt, die 14 Bauabschnitte sind sauber und detailliert dargestellt. Alternativen (Luke geöffnet oder geschlossen) und genaue Einbauorte sind in als Detailzeichnungen dargestellt und helfen beim Zusammenbau. Die Rahmen sind sauber gespritzt, es gibt so gut wie keine Fischhaut an den Bauteilen. Ecken und Kanten sind exakt ausgeführt. Auswerferstellen sind im später unsichtbaren Bereich der Bauteile zu finden. Der Zusammenbau beginnt mit dem stark zerklüfteten Turm und den vielen Anbauten. Die Kanone besteht aus einem Teil, die Kanonenmündung muß aufgebohrt werden.

 

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Die Panzerwanne besteht aus Ober- und Unterteil sowie einem Heckteil. Die Schwingarme der Laufrollen sind einzeln anzubringen, ihre Position ist durch halbe Zapfen vorgegeben. Die Ketten bestehen aus einem Stück und sind aus einem biegsamen Kunststoff hergestellt. Sie sollen mit den Fingern um Treib- und Leitrad sowie um die Laufrollen geführt und geklebt werden. Die Praxis wird es zeigen, ob das so funktioniert. Durch die große Seitenverkleidung ist vom Laufwerk am fertigen Modell nicht mehr so viel sichtbar. Der im hinteren Bereich seitlich angebrachte Zusatzschutz gegen Panzerabwehrraketen ist auch aus Kunststoff ausgeführt.

 

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Die Bemalungsanleitung ist farbig gedruckt und zeigt einen T-14 anläßlich der Siegesparade sowie einen in Tarnfarben lackierten Panzer. Die Farbangaben beziehen sich auf Farben von Zvezda und die entsprechende Farbnummer von Tamiya.

 

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Darstellbare Fahrzeuge:
Fahrzeug anläßlich Siegesparade über Deutschland 2015
Tarnbemalung, 2 verschiedene Fahrzeugnummern

Stärken:
sauber gespritzte Rahmen
detaillierte Bauteile
übersichtliche Bauanleitung

Schwächen:
keine erkennbar

 

Fazit:

Mit dem T-14 Armata hat Zvezda den neuesten russischen Kampfpanzer in 1:72 in seiner aktuellsten Form auf den Markt gebracht. Die vielen Bauteile lassen auf eine gute Detaillierung hoffen und mit der guten Bauanleitung sollte der Zusammenbau auch weniger versierten Modellbauern gelingen. Für den erfahrenen Modellbauer ist der T-14 Bausatz ein guter Ausgangspunkt für weitere Detaillierung und Einbindung in ein Diorama.

  

Weitere Information zum Bausatz sind hier auf der Webseite des Herstellers zu finden.

  

Peter Theisen / Modellbauclub Koblenz