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  27.01.2019
  Bausatzvorstellung: Russian Heavy Infantry Fighting Vehicle TBMP T-15 "Armata"
  (Zvezda, 3681 , Maßstab 1:35)
  von Eric Völker

Zur Geschichte des Originals:

Eines der wichtigsten Ereignisse im Bereich der schwerer Truppentransporter des Jahres 2015 ist die Vorstellung des supermodernen Kampfpanzers T-14 Armata gewesen. Er enstand aus dem dem T-15 und wurde erstmals während der offiziellen Präsentation bei der Moskauer Militärparade zum Tag des Sieges über den Faschismus der Öffentlichkeit vorgestellt. Die in Russland entwickelte universelle Kettenfahrzeugplattform Armata ist allerdings die erste, die nur als Grundbasis für die folgende Ausbaustufen und Versionen dient. Die Entwicklung der Armata-Plattform begann bereits 2009 im Werk Uralwagonsawod in Nischnij Tagil. Die Fahrzeuge der Armata-Familie (der T-14, der T-15 und die Selbstfahrlafette Koalitsiya-SW) wurden der Öffentlichkeit 2015 während der bereits erwähnten Parade vorgestellt. Zu der der dreiköpfigen Besatzung können noch bis zu 9 Infanteristen mitgeführt werden. Der größte Unterschied zum T-14 Kampfpanzers besteht darin, das der T-15 seinen Motor in der Front verbaut hat.

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Zur Geschichte des Bausatzes:

Da das Originalmodell des Truppentransporter T-15 noch nicht lange existent ist, gibt es daher nicht viel zur Herkunft des Modells zu sagen. Der hier vorliegende Bausatz wurde zum Ersten mal 2016 von der Firma Panda mit der Nummer PH-35017 auf den Markt gebracht, aber im Gegensatz zu dem Zvezda-Bausatz, war da eine Reaktiv-Panzerung dabei. Der T-15 von Zvezda erschien anfangs 2018 in den Modellbauläden. Ebenfalls in diesem Jahr brachte Panda nochmals heraus, aber wieder mit der Reaktiv-Panzerung und einer 57mm-Maschinenkanone.

 

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Zu dem Bausatz:

Die Schachtel zeigt wieder einmal das sich Zvezda schon bei der Gestaltung des Karton Mühe gibt, den Bausatz gut darzustellen. Beim Öffnen der sehr gut gefüllten Verpackung kommen die insgesamt acht Gussrahmen gut eingeschweißt entgegen. Die Wanne ist schon ziemlich groß, sogar ein Stück weit größer als der vom amerikanischem M1 Abrams. Die Passgenauigkeit sieht man schon wenn man die beiden Wannenteile grob zusammen hält, also gut passend. Die Detaillierung der beiden Teilen gefällt auch, den sie sind teils versenkt oder erhaben. Was mir beim betrachten der Bauanleitung und der Gussrahmen auffällt, ist das die einzelnen Teile zu Baugruppen aufgeteilt sind, so dass man sich nicht ständig durch alle Äste durchkämpfen muss. Die Bauteile für den Gefechtsturm befinden sich allesamt im Gussrahmen C, sie sind aufgeräumt und gut zu händeln. Die Einzelteile bei allen Rahmen wurden sehr gut und sauber gegossen und weisen keine Gräten oder Fischhäute auf. Aber sie sind stellenweise so fein das man beim Herauslösen aus dem Ast aufpassen muss damit nichts beschädigt wird. Die Teile für das Fahrwerk und der Kette befinden sich in den Rahmen E und H.

 

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Nun kommt etwas was mir persönlich nicht gefällt: Zvezda entschied sich leider bei den Ketten zu der Version mit der Bauweise von Segmentstücke und nicht zu Einzelkettenglieder oder den Gummiketten. Sie sind zwar einfacher zum verbauen, aber optisch machen sie weniger her. Deswegen sind sie die schlechtere Wahl gewesen. Aber das Montieren der übrigen Elementen wird sicher ein Vergnügen werden. Die Klarsicht - Teile wurden ebenfalls sauber hergestellt, und beinhalten die Gläser für die Panzerluken und Scheinwerfer.

 

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Die Bauanleitung ist wieder gewohnt Zvezda-Typisch: Klar übersichtlich und gut durchstrukturiert, einfach zu lesen, man kann sehr gut die Anweisungen Schritt für Schritt nachverfolgen. Die Vorschläge für die Lackierung befinden sich auf einem extra Din A5 Blatt, und zeigen zwei Möglichkeit zur Bemalung auf. Einmal die einfarbige und einmal die Camounflage Version. Der Markierungsbogen ist leider wieder sehr spartanisch ausgefallen. Er wurde zwar sauber gedruckt, aber es sind nur Ziffern und zwei Zeichen der Armata-Flotte enthalten.

 

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Fazit:

Mein Fazit ist des es sich um einen sehr guten Bausatz handelt, der schön zu bauen ist, und das das Preis/Leistungverhältnis bei einem Preis von ca. 32-35 Euro sehr gut ausfällt. Einzig die Segment-Ketten gefallen mir überhaupt nicht. Unterm Strich ist es ein Modell aus dem man viel machen kann und Spaß bereiten wird.

 

Weitere Information zum Bausatz sind hier auf der Webseite des Herstellers zu finden.

  

Eric Völker / Modellbauclub Koblenz