u0a  18.11.2018
  Bausatzvorstellung: Borey-Class Russian Nuclear Ballistic Submarine VLADIMIR MONOMAKH
  (Zvezda, Art.Nr. 9058 , Maßstab 1:350)
                                  von Thomas Schäffter

 

 

 

Das Original:
Das Projekt 955/955A Borei (NATO-Bezeichnung: Borei-Klasse oder auch Borej-Klasse) ist eine Klasse von Atom-U-Booten der russischen Marine. Die Borei ist ein nukleares Atom-U-Boot-Trägersystem für seegestützte Interkontinentalraketen. Die Klasse stellt innerhalb der russischen Flotte die 4. Generation von strategischen atomgetriebenen Unterseebooten dar und wird von russischer Seite als derzeit modernste Einheit weltweit angesehen.
Drei U-Boote sind schon in Dienst gestellt, an zwei weiteren wird noch gebaut. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2020 acht Boote der Borei-Klasse im Dienst sein. Jedes Borei-U-Boot ist 170 Meter lang und 13,5 Meter breit und kann auf bis zu 29 Knoten beschleunigen. Die maximale Tauchtiefe beträgt bei einer Wasserverdrängung von 24.000 Tonnen 450 Meter. Die Hauptbewaffnung sind 16 Interkontinentalraketen vom Typ Bulawa (SS-N-32) mit Feststoffantrieb. Jede dieser Raketen kann zehn nukleare Gefechtsköpfe mit einer Sprengkraft von je 150 kt tragen. Neben der Raketenbewaffnung verfügen die Boote der Klasse über sechs Torpedorohre im Kaliber 533 mm.

 

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Die russische Firma Zvezda hat in den letzten Jahren schon einige U-Boot Modelle auf den Markt gebracht. Jetzt kommt das modernste Nuklear U-Boot der russischen Marine in den Handel.

 

Der Bausatz:
Dieser kommt in einer stabilen Verpackung, er besteht aus vier schwarzen Spritzlingen, einen grauen Ständer oder Sockel, Decals und einer Bauanleitung.Der Bausatz hat 100 Einzelteile und misst bei Fertigstellung fast 49 cm. Das U-Boot kann mit zwei geöffneten Raketensilos, ausgefahrene Ruder, Sehrohre und Antennen gebaut werden oder man lässt alles geschlossen und eingefahren. Zwei Raketen liegen bei. Man sollte aber genau die Bauanleitung studieren für welche Version man sich entscheidet, damit man nicht die falschen Teile verbaut. Zur Präsentation gibt es einen Sockel. Die Spritzlinge machen einen sehr guten Eindruck, zeigen filigrane und feine Details, wie versenkte Paneellinien und sind auf der Höhe der heutigen Spritzgusstechnik.

 

Kommen wir nun zu den Spritzlingen:

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     Spritzling A            Spritzling B           Spritzling C

 

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      Spritzling E          Spritzling F

 
Weitere Details kann man hier sehen:

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Die Bau- und Bemalungsanleitung ist sehr einfach gehalten in DIN A4 Format, hat vier Seiten, ist in s/w gedruckt und führt durch acht Bauabschnitte zum fertigen Modell. Sie ist dabei verständlich und vollkommen ausreichend, nur sollte man aufpassen für welche Version man sich entschieden hat, sonst kommt es zu Verwechselungen. Die Farbangaben beziehen sich auf die Sortimente von Humbrol und Zvezda, wobei neun unterschiedliche Farbtöne benötigt werden.

 

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Die Decals sind natürlich nur für ein U-Boot, nämlich der „Vladimir Monomakh“, vorhanden. Die Qualität reicht aber nicht an andere Anbieter heran, sollten dennoch verarbeitbar sein.

 

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Fazit:
Die Firma Zvezda wird langsam auch auf dem U-Boot Sektor, vor allem bei russischen U-Booten, zum ernstzunehmenden Anbieter von Bausätzen im maritimen Bereich. Viele Hersteller von U-Booten im Maßstab 1:350 gibt es nicht mehr und wenn dann auch noch die Qualität stimmt, kann man beruhigt zugreifen. Hier kann man es bei dem U-Boot der Borei-Klasse „Vladimir Monomakh“ bedenkenlos. Empfehlenswert.

 

Thomas Schäffter / Modellbauclub Hoyerswerda e.V.