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  Bausatzvorstellung: HMS Prince of Wales 1941.12
  (FlyHawk, Art.Nr. FH1117S , Maßstab 1:700)
                                von Bernd Heller

Wer sich für die Geschichte der HMS „Prince of Wales“ interessiert, wird im Internet und in der gängigen Fachliteratur schnell fündig werden. Als Eckdaten sollen hier das Gefecht mit der deutschen „Bismarck“ und „Prinz Eugen“ im Januar 1941, der Transport des britischen Premierminister Churchill zu einem Treffen mit dem US-amerikanischen Präsidenten Roosevelt im August 1941 nach Island und das Gefecht mit japanischen Kampfflugzeugen, die das Schiff im Dezember 1941 im südchinesischen Meer angriffen und versenkten, ausreichen.

 

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Der Bausatz

Das bisher beste Spritzgussmodell der „HMS Prince of Wales“ stammt von Tamiya aus dem Jahr 1975. Bezogen auf den Modellbau ist das sehr alt. Deswegen ist diese Neuheit von FlyHawk sehr willkommen und stellt auch gleich die Ablösung des japanischen Bausatzes dar. Er wird als „normaler“ Bausatz und auch als „special“ angeboten. Die hier vorgestellte Version ist die „special“-Ausgabe. Zu den Details komme ich später.

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Zunächst erwartet den Modellbauer ein prall gefüllter Karton, in dem Spritzlinge und Bauteile mit verschiedenen Verpackungen liegen. Entweder in einer Folien eingeschweißt, oder eingewickelt in eine Lage Schaumstoff. Wenn ich richtig gezählt habe, dann sind es 43 Spritzlinge und 7 lose Bauteile aus Kunststoff. Hinzu kommen 116, teilweise winzige, Teile aus Messing und Resin, sowie 3 Platinen mit Ätzteilen. Das Modell kann Vollrumpf oder Wasserlinie dargestellt werden. Für letzteres liegt ein zusätzliches Gewicht mit bei. Auch ist wieder ein farbiger Druck des Deckelmotivs mit historischen Informationen zum Original enthalten.

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An dieser Stelle können unmöglich alle Details des Bausatzes und deren Feinheit aufgezählt werden. Es gibt einfach zu viele! Hier nur zwei als Beispielen: Die Rohre der Hauptbewaffnung sind an den Mündungen hohl dargestellt. In Kunststoff – wohlgemerkt! Als weitere Zugabe gibt es noch ein Supermarine Walrus-Wasserflugzeug, welches entweder auf einer der beiden Startkatapulte oder – in einem kleinen Diorama – neben dem Schiff, z.B. beim Einholen, verwendet werden kann.

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Die zwei Bauanleitungen, eine für das Schiff, die zweite für die Montage der Ätzteile, sind leider etwas kleinformatig. Hier kann man sich behelfen, indem man sie größer kopiert. Das ist zu empfehlen, da man sonst leicht den Überblick verliert. Gemessen an der Größe des Originals fällt der farbige Bemalungshinweis zu klein aus. Leider gar nicht vorhanden sind Hinweise für die diversen Antennendrähte. Die Farben sind nach Mr. Hobby, Tamiya, WEM und zwei weiteren Hersteller angegeben, die aber wegen der chinesischen Schriftzeichen nicht zu entziffern sind.

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Mit dieser limitieren Auflage hat FlyHawk ein beachtliches Paket für das Modell der HMS „Prince of Wales“ in 1:700 geschnürt. Liebhaber des Maßstabes werden hier mit der Zunge schnalzen. Und wem das alles noch nicht ausreicht, der kann mit Art.Nr. FH710029 und FH710030 noch ein Maskierungsset oder ein Holzdeck optional kaufen. Oder darf es noch ein Namensschild oder eine Display-Base sein? Das Eingangs genannte Zubehör ist inzwischen auch separat erhältlich. In der Standard-Version kostet der Bausatz etwa 38,-€, die Special-Version schlägt schon mit etwa 68,-€ zu Buche. Auch ohne diese zusätzlichen Teile ist der Bausatz der HMS „Prince of Wales“ von FlyHawk auf Jahre oder Jahrzehnte hinweg das Maß aller Dinge in diesem Bereich!

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Und wer es gerne etwas größer mag – die HMS „Prince of Wales“ ist auch schon eine Nummer größer, also 1:350, von FlyHawk angekündigt.

Eine mögliche Bezugsquelle bei Importeur MBK ist hier zu finden.

   

Bernd Heller / Modellbauclub Koblenz