DSCI9816a  02.07.2018
 Testshot vorgestellt: 2010 Ford Mustang GT
 (Revell, Art.Nr. 07046, Maßstab 1:25)
 von Ronny Oehm

 

Bereits im Jahr 2011 erschien der 2010er Ford Mustang GT als Special Edition Bausatz bei Revell und auch im gleichen Jahr noch als Convertible Version in der Snap Tite Variante auf dem Modellbaumarkt. Spannend erwartet wird nun die neue Auflage des 2010 Mustang GT im Maßstab 1:25. Einen ersten dieser Bausätze der neuen Auflage habe ich hier auf meinem Tisch liegen.

Mein Bausatz ist noch ohne Karton und die Bauanleitung, die sehr gut strukturiert und in Farbe gedruckt ist, liegt in einzelnen Blättern vor mir. Die benötigten Farben, um das Modell exakt nach dem abgedruckten Beispielfoto zu lackieren, sind in der Anleitung aufgeführt. Üblicherweise sind es Revell Farben. Leider habe ich hier keine Decals dabei, was nun meinen Zusammenbau des Modells für einen ersten Baubericht verzögern lässt. Die Decals finden nicht nur an der Karosserie, sondern auch im Motorraum und im Cockpit ihre Anwendung. Ich hoffe allerdings auf eine Ersatzlieferung.

 

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Im Bausatz finden sich graue, gelbe, transparente und verchromte Gießäste, die auf den ersten Blick sehr sauber verarbeitet sind. Er besteht insgesamt aus zehn grauen Gießästen mit diversen Fahrzeugteilen, einer Karosserie in gelb, sowie einem gelben Gießast mit Karosserieteilen, einem verchromten Gießast mit Felgen und Kleinteilen und einem transparenten Gießast mit Scheibenteilen. Am verchromten Gießast findet sich auch ein kleines Mustang Logo, welches als Plastikteil ziemlich gut und detailliert aussieht. Vier Profilreifen und vier Metallpins zur Befestigung der Räder liegen ebenfalls bei. Somit ist der Bausatz teilemäßig komplett und wir schauen uns nun die einzelnen Teile mal etwas näher an.

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Begonnen wird laut Anleitung mit dem Motor. Der Motor, sowie das rundrum zum Motor besteht aus sehr vielen Teilen, die äußerst detailliert sind. Das soll auch so sein, denn die Motorhaube kann später geöffnet werden, um einen Blick auf das Antriebsaggregat zu genießen.

Später wird der Motor dann in das Chassis eingesetzt, in dem vorn schon Batterie und kleinere Aggregate angegossen sind. Das erschwert das Lackieren dann wieder und könnte sicher auch als Einzelteil hergestellt werden. Der Unterboden ist äußerst filigran detailliert, Kabel und Kleinteile sind direkt wieder angegossen. Mit viel Zeitaufwand kann der Modellbauer hier mit Farbe und Pinsel sehr schön die Details abheben.

Die Auspuffanlage ist komplett aus einem Stück, da muss ich nicht viel dazu sagen. Sie lässt sich hier aufgrund der angebrachten Steckpins prima am Unterboden anbringen. Die beiden Auspuffendstücke befinden sich am Chrom-Gießast und lassen sich ohne weiteres sofort verarbeiten. Es muss also nicht nachgebohrt werden.

 

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Die Radaufhängung sieht sehr solide aus. Auch die Variante mit der Befestigung der Räder mittels eines Metallpins finde ich sehr schön. Ich weiß schon jetzt, das sich dadurch die Räder auch ganz prima drehen werden. Bei Plastikpins ist das ja immer eher eine Glückssache.

Wenn wir auch schon über Räder sprechen, dann will ich natürlich die mitgelieferten Reifen loben. Diese sehen echt super detailliert aus und müssen auch nicht entgratet oder anderweitig nachgearbeitet werden. Die dazu gehörenden Felgen sind am Chrom-Gießast, müssen aber für dieses Modell noch zusätzlich bemalt werden. Bei den Scheibenbremsen bin ich mir nicht sicher, ob die nicht vielleicht etwas schöner gemacht werden könnten. Es sind vier Plastik-Scheiben mit angegossenen Bremsbacken. Auf den Scheiben sollen dann Decals angebracht werden. Das ist sicher eine akzeptable Variante, aber beim Stand der heutigen Technik und gemessen an den vielen anderen filigranen Bauteilen des Bausatzes nicht unbedingt ein aufwertendes Detail.

Jetzt kommen wir zum Innenraum. Die vorderen Sitze bestehen aus zwei Teilen und haben schon die Gurtschlösser eingearbeitet. Bei der hinteren Sitzbank und den vorderen Sitzen werden die Sitzflächen zusätzlich mit Decals gestaltet. Für den Innenraum liegen auch zwei separate Seitenteile bei, was eine Lackierung der beiden Seiten äußerst vereinfacht. Außerdem sind in der B-Säule der Türinnenverkleidung schon die Gurtschnallen eingearbeitet. Da lässt sich dann auch wirklich einiges daraus machen.

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Die Karosserie nehme ich als vorletztes in Augenschein. Die Motorhaube hat von unten sehr schöne Details, allerdings auch vier Sinkmarken. Diese braucht keiner und entfernen lassen sich diese auch nur sehr schwer. Wenn sie aber nicht entfernt werden, dann sieht man diese Sinkmarken am gebauten Modell beim Blick unter die Haube definitiv als erstes. Die beiden Stoßstangen liegen extra dabei und wenn sie dann auch noch perfekt passen, dann ist das eine sehr schöne Sache. An der Karosserie sind wie so oft die Scheibenwischer angegossen, was mir persönlich nicht gefällt, auch wenn diese dann fast komplett unter der Motorhaube verschwinden werden. Scheibenwischer dürfen gern Anbauteile wie Spiegel usw. sein.

Die Klarteile wie Scheiben und Lampenabdeckungen sind überaus sauber gegossen. Auch die Stellen, die später geschwärzt werden sollen, sind gut erkennbar und erleichtern dem Modellbauer somit die Arbeit.

Ich würde sagen, Revell hat hier ein sehr schönes und sehr gut detailliertes Modell hergestellt. Es muss nur wenig Grat entfernt werden, da die meisten Teile sehr sauber gegossen sind. Für den Hobbymodellbauer ist es ein sehr detailliertes, aber mit nicht allzu großem Aufwand zu bauendes Modell. Der fortgeschrittene Modellbau wird hier ebenfalls seine Freude am Modell haben und findet noch genügend Ansatzpunkte für Verbesserungen und Modifizierungen.

Wie immer gilt: Eine Testshot-Version eines Bausatzes kann von der späteren Auflage immer noch abweichen. Weitere Infrmationen zum Bausatz gibt es hier auf der Webseite des Herstellers.

 

Text & Fotos: Ronny Oehm / PMC Riesa 96 e.V.