u1a  03.06.2018
 Russian Fire Support Combat Vehicle "Terminator"
 (Zvesta, Art.Nr. 5046, Maßstab 1:72)
 von Max Müller / Bernd Heller

 

 

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Das Original

Diese Fahrzeug ist, übersetzt, ein „Panzerunterstützungsfahrzeug“. Der Bedarf hatte sich ergeben, als auf Russischer Seite festgestellt wurde, das schwere Panzer bei Konflikten wie z.B. in Afghanistan oder Tschetschenien in Nahkämpfen ungeeignet waren. Auf Basis des T-72-Panzer wurde dieses Fahrzeug zwischen 1998 und 2002 entwickelt. Es ist mit zwei Stück 30mm Kanonen Schipunow 2A42, vier Panzerabwehrraketen 9K120 Ataka-S, zwei Grantwerfern AG-17D und ein MG PKTM mit 7,62mm bewaffnet und ist derzeit das modernste Waffensystem dieser Art. Im Jahr 2005 begann die Testphase und seit 2011 ist das, inoffiziell „Terminator“ genannte, Fahrzeug in Dienst bei der russischen Armee. Aber auch nach Kasachstan und Algerien wurden Einheiten exportiert. Das Konzept des „Terminator“ wurde inzwischen auf Basis des T-90A-Panzers zum „Terminator-3“ weiterentwickelt.

   

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Der Bausatz

Zvezda brachte den „Terminator“ zunächst 2015 in 1:35 auf den Markt. 2016 folgte dann die auf 1:72 verkleinerte Version, die bis heute keine andere Modellbaufirma anbietet. Die sehr stabile Verpackung enthält fünf Spritzlinge und die Wanne als loses Bauteil, total 197 Bauteile. Unsauberkeiten in Form von Versatz oder „Fischhaut“ sind keine zu finden. Die Detaillierung der Einzelteile ist sehr hoch und lässt kaum Wünsche offen. Selbst kleinste Bauteile sind ausgeformt und sollten am Besten mit Mikrosäge und Pinzette gehandhabt werden. Besonders hervorzuheben sind die filigranen Bauteile mit der Käfigkonstruktion. Es können zwei Luken offen dargestellt werden, doch da es keinen detaillierten Innenraum gibt, sollten sie besser geschlossen bleiben. Die Ketten bestehen jeweils aus einem Stück und lassen sind im warmen Wasser am einfachsten an das Laufwerk anpassen. Wer Detailfanatiker ist hat bei diesem Modell noch Spielraum.

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Die Bauanleitung besteht aus s/w-Zeichnungen und ist leicht verständlich. 14 Baustufen führen zum fertigen Modell, was nach Kartonangaben 9,8 cm lang ist. Es werden drei Lackierungsvorlagen von Vorführfahrzeugen angeboten. Deshalb ist auch kein Markierungsbogen enthalten. Die Farben sind nach Zvesta- und Humbrol-Nummerierung angegeben. Die Kartonrückseite zeigt Ansichten eines fertigen, aber nicht lackierten Modells.

 

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Fazit


Bei einem Preis von etwa 14,- € erwartet den Modellbauer viel Bastelspaß. Einen wirklichen Minuspunkt an dem Modell ist nicht zu erkennen. Wegen der vielen und kleinen Bauteile ist es nicht für Modellbauanfänger zu empfehlen.

Weitere Informationen zum Hersteller sind hier zu finden.

 

Max Müller und Bernd Heller / Modellbauclub Koblenz