02 IMG 20180315 WA0002b  18.05.2018
  Bausatzvorstellung: Rotachute Mk III
  (Fly, Art.Nr. 32005 , Maßstab 1:32)
  von Klaus-Peter Engel

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Geschichte

Der Rotachute wurden vom Österreicher Raoul Hafner und Aerodynamiker J. A. Bennett im November 1940 konzipiert, damit Einsatztruppen luftgestützt zielgenauer abgesetzt werden sollten. Erste Schleppversuche hinter verschiedenen Fahrzeugen fanden ab Februar 1942 statt. Jedoch waren die Ergebnisse nicht befriedigend. Durch längere Schleppstrecken wurden die Flugleistungen besser. Erste Flugversuche hinter einem Tiger Moth-Doppeldecker erbrachten tragschrauberähnliche Flugleistungen. Es folgten verbesserte Versionen des Rotachte, die bis Ende Mai 1943 getestet wurden. Dann wurde das Projekt gestoppt und der letzte Flug erfolgte im Oktober 1943. Eine Maschine wurde in die USA geliefert und dort von Dezember 1945 bis Januar 1946 getestet und weiterentwickelt. Von den acht in England gebauten Rotachute ist eine Maschine erhalten geblieben und im Museum of Army Flying ausgestellt.

 

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Der kleine Bausatz wird in einem Schüttkarton geliefert. Er besteht aus einem kleinen Gießast mit ca. 20 Bauteilen. Dazu gibt es eine kleine Ätzteilplatine an der sich u.a. die Gurte und Teile des Instrumentenbrettes sowie des Sitzes befinden. Die beiden Räder des Fahrwerkes liegen als Resinteile bei. Die wenigen, in hellbraunen Plastik gespritzten Bauteile sind sauber und ohne Versatz gegossen. Auswerferspuren sind keine zu erkennen.

 

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Die Bauanleitung besteht aus einem Din A 4 großen Faltblatt, welches in sechs übersichtlichen Arbeitsschritten zum Erfolg führt. Der sauber gedruckte Decalbogen beinhaltet Markierungen für zwei britische und eine amerikanische Maschine. Die entsprechenden Bemalungshinweise finden sich auf der Rückseite des Kartons. Allerdings stehen dort keine konkreten Farbangaben, sondern nur allgemeine Bezeichnungen wie „Gelb“ oder „Weiß“. Wer genaueres wissen möchte, ist auf eigene Nachforschungen (z.B. im Internet) angewiesen.

 

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Ich würde ihn als einen typischen „Sonntag-Nachmittag- Bausatz“ bezeichnen, mit dem man sich ein ungewöhnliches Stück Fluggeschichte für die Vitrine bauen kann.

 

 

Klaus-Peter Engel / Modellbauclub Koblenz