02 DSC9268klein2 01.05.2018
 Bausatzvorstellung: Kawasaki OH-1 Ninja
 (Aoshima, Art.Nr. 01434 / 13, Maßstab 1:72)
 von Florian Hölzel

 

 

Im letzten Quartal 2016 brachte Aoshima einen Bausatz in 1:72 von der Kawasaki OH-1 Ninja auf den Markt. Dieser Hubschrauber wurde von Kawasaki zum großen Teil selbst entwickelt. Der Erstflug fand im August 1996 statt und im Jahr 2000 wurden die ersten Maschinen in Dienst gestellt. Ursprünglich sollten 145 OH-1 gebaut werden, jedoch wurde das auf 45 Einheiten gekürzt. Bis März 2014 sind 38 Helikopter gebaut.

Im Jahr 2017 brachte Aoshima diesen Bausatz als Wiederauflage auf den Markt und legte noch einen Luftfahrzeugschlepper und Figuren dabei.

 

                         02 DSC9268klein2   03 DSC9269klein2

 

Öffnet man den Karton, findet man alle Teile sauber und separat verpackt vor. Neben den Kunststoffteilen liegen noch sogenannte „Poly Caps“ und Metallstäbe bei. Die Details überzeugen, es sind erhabene und versenkte Gravuren vorhanden. Ich habe noch nie ein so detailliertes Modell in diesem Maßstab gesehen. Es lassen sich einige Wartungsklappen offen darstellen, auch wurde hierbei an die sonst versteckten Teile hinter den Klappen gedacht. Besonders auffällig sind die Details auf der Taumelscheibe, später wird man davon nichts mehr sehen, aber trotzdem hat Aoshima hier eine sehr gute Arbeit gemacht.

 

04 DSC9270klein2   05 DSC9272klein2   05 DSC9272klein3   06 DSC9273klein2   07 DSC9274klein2

 

08 DSC9275klein2   09 DSC9276klein2   10 DSC9277klein2   11 DSC9278klein2   12 DSC9280klein2


Die Klarsichtteile sind dünn, schlieren- und kratzerfrei. Für die „Poly Caps“ liegt ein kleines Schneidwerkzeug bei, womit sich diese in die gewünschten Größen schneiden lassen. Die Metallstäbe sind für die Fahrwerke vorgesehen und sind nichts weiter als die Achsen der Reifen. Als negativ erachten kann man, dass das Spornrad mit am Gestell angegossen ist.

 

14 DSC9282klein2   15 DSC9283klein2   13 DSC9281klein2

 

Dem Bausatz liegen auch zwei unterschiedliche Fahrwerksbeine bei. Eines im belasten und eins im unbelasteten Zustand. Hier hat mal ein Hersteller mitgedacht und man muss nicht selbst das Fahrwerk zersägen, um es korrekt darzustellen.

 

19 DSC9287klein2   18 DSC9286klein2   20 DSC9288klein2   21 DSC9289klein2

 

22 DSC9291klein2   23 DSC9292klein2   24 DSC9293klein2

 

Nach 19 Bauabschnitten ist das Modell zusammengebaut. Jedoch ist die Bauanleitung stellenweise etwas unübersichtlich und sollte definitiv vor dem Bau studiert werden. Bei der Lackierung kann man zwischen drei Versionen entscheiden. Prototyp 1, Prototyp 2 und eine Serienmaschine im normalen Tarnkleid. Die beiden Prototypen machen auch was her, schließlich sieht man nicht oft einen Kampfhubschrauber im neutral bunten Kleid.

 

16 DSC9284klein2   17 DSC9285klein2

 

Die Decals machen einen sehr guten Eindruck, sind sauber und versatzfrei gedruckt und der Trägerfilm sehr scharfkantig abgeschnitten. Es sind unzählige Ziffern, die den Weg in die Restekiste finden werden. Leider sind von den beiden Prototypen, einer in blau, einer in Rot nur je eine Seitenansicht vorhanden, somit muss man im Netz nach Vorbildfotos suchen, wie genau der Farbverlauf ist.

 

Fazit:
Ein Bausatz der allein schon von den Details überzeugt. Aoshima kennt man sonst nur eher im Autobereich, jedoch hoffe ich, dass man von Aoshima auch noch mehr Hubschrauber in Zukunft sehen wird, da die Qualität in allem sehr gut ist. Preislich gesehen ist der Bausatz nicht gerade ein Schnäppchen und auch nicht unbedingt als Einstiegsmodell geeignet. Auch erwähnt werden sollte das Beiblatt mit den Vorbildfotos. Leider ist alles nur in Japanisch und nur ein wenig in Englisch gehalten, aber Bilder sagen mehr als tausend Worte. Er sollte aber in keiner Hubschraubersammlung fehlen!

 

Florian Hölzel