m1a  29.01.2018
  Bausatzvorstellung: MiG-25 RBT "Foxbat B"
  (Revell, Art.Nr. 03931 , Maßstab 1:48)
  von Thomas Schäffter

 

 

In diesem Jahr erschien bei Revell der Bausatz einer MiG -25 RBT im Maßstab 1:48, was aber keine Eigenentwicklung ist, sondern ein ICM Bausatz, der schon 2016 erschien. Der Karton hat schon eine enorme Größe für ein Flugzeug im Maßstab 1:48, müssen doch über 160 Bauteile untergebracht werden, die auf 7 grauen und einen durchsichtigen Spritzling verteilt sind. Die Teile sind sauber und separat in mehreren Beuteln verpackt und zusätzlich geschützt durch einen Kartoneinsatz. Wer dieses Flugzeug bauen möchte, sollte schon etwas Platz in der Vitrine schaffen, denn es hat schon keine geringen Ausmaße, bei über 46 cm Länge und 28 cm Flügelbreite.

 

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Vorbild

Die MiG-25 ist ein einsitziger Abfangjäger und Aufklärer, der in der Sowjetunion vom Konstruktionsbüro Mikojan-Gurewitsch entwickelt wurde. Der Erstflug fand am 6. März 1964 statt. Im Zeitraum von 1969 bis 1985 wurden 1190 Maschinen gefertigt.
Die MiG-25RBT verfügte über ein verbessertes ELINT-System vom Typ Tangasch, das über eine vergrößerte Bandbreite verfügte und in der Lage war, am Boden die gesammelten Daten auszuwerten. Zusätzlich war ein verbessertes IFF vom Typ Beriosa an Bord. Die so ausgerüsteten Maschinen wurden ab 1978 produziert. Einige bereits gelieferte RB wurden mit den neuen Geräten nachträglich ausgerüstet, ohne dass sich an ihrer Bezeichnung etwas änderte. Die NATO-Bezeichnung der Maschinen lautet Foxbat-B. Ab 1990 wurden einige Maschinen mit einem neuen grau/grünen Tarnanstrich versehen. Von diesen Maschinen befanden sich 2001 noch 15 Maschinen im Einsatz bei der russischen Luftwaffe.
(Quelle: Wikipedia)

 

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      Spritzling A         Spritzling B1+B2          Spritzling C              Spritzling D

 

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      Spritzling E             Spritzling F               Spritzling G

 

Bausatz


Der Bausatz ist ein alter ICM Bekannter, der schon 2016 erschien und so sind die Bauteile auf den neusten Stand der Spritzgusstechnologie. Das bedeutet feine Gravuren, feine Oberflächen, gut konturierte Details, und kein nennenswerter Grat. Auch Formversatz konnte nicht festgestellt und etwaige Sinkstellen keine gefunden werden. Die Bauteile sind von guter Qualität, so dass das detaillierte Cockpit mit Instrumentenbrett, auch ohne teure Zurüstteile eingebaut werden könnte. Nur leider fehlen die Gurte. Gut dagegen sind wieder die neuen Instrumentenabziehbilder von Revell.

Weitere Besonderheiten des Revell Bausatzes sind ausgeprägte Lufteinlasskanäle, detaillierte Triebwerksdüsen, detailliertes Fahrwerk mit schöne Rädern, separate Querruder und Landeklappen und ein Zusatztank. Die Kanzelhaube kann wahlweise geöffnet dargestellt werden. Das von Revell ausgewiesene RBT-Nasensegment mit Kamerafenster ist jetzt korrekt dargestellt, der typische Buckel an der Unterseite vor den Kameraöffnungen, war der Fehler im ICM Bausatz.

Der Bausatz hat Level 5 und ist daher sehr anspruchsvoll und ist bestimmt nicht für ein Anfänger geeignet, da man doch sehr konzentriert arbeiten muss und öfters bei den komplexen Bauteilen eine Trockenprobe durchführen sollte.

 

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Weitere Details:

Die Revell-typische farbige Bauanleitung hat 20 Seiten und führt logisch in 70 Bauabschnitten zum fertigen Modell. Wieder vermisst man nähere Angaben zum Fluggerät, wie es früher bei Revell üblich war. Für den privaten Gebrauch kann sie hier auf der Revell-Webseite abgerufen werden.

Die Bemalungsanleitung bezieht sich nur auf Farben aus dem Revell-Sortiment. Es sind folgende Versionen mit den vorhandenen Decals baubar:

 

- MiG-25RBT Foxbat-B, Red 61, Russian Air Force, 1992
- MiG-25RBT Foxbat-B, Red 45, Russian Air Force, 2012

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Fazit:
Revell bietet uns hier eine willkommene Neuauflage des ICM Bausatzes, mit neuen Decals und einer guten Qualität. Wer eine MiG-25 in der RBT-Version bauen möchte, ist mit dem Bausatz bestens bedient. Sehr empfehlenswert!

 

Wir bedanken uns für die Bereitstellung des Besprechungsmusters.

 

Text und Fotos: Thomas Schäffter / Modellbauclub Hoyerswerda e.V.