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20171126 094754a  10.12.2017
 Testshot vorgestellt: Porsche Panamera Turbo
 (Revell, Art.Nr. 07034, Maßstab 1:24)
 von Ingo Hempel

 

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Darf es ein schneller Kombi sein? Wie wäre es dann mit dem Porsche Panamera Turbo? Ich habe hier von Revell einen Testshot zu diesem Modell im Maßstab 1:24 auf den Tisch bekommen und konnte mir die Teile ein wenig zu Gemüte führen. Einen Karton gibt es noch nicht und auch die Bauanleitung findet sich nur als schwarz-weiß Kopie wieder, aber sie wird sicher wieder wie mittlerweile üblich in Farbe erscheinen. Wie gewohnt ist sie auf alle Fälle übersichtlich und das ist das was zählt!

 

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Der Decalsatz kommt in überzeugend guter Qualität daher und enthält wie immer mehrere Kennzeichenvarianten. Außerdem gibt es Decals für Armaturen und ähnliche Details im Innenraum, die das Modell sicherlich aufwerten werden. Kommen wir aber vom schmückenden Beiwerk zum Wichtigsten, den Teilen an sich. Was in der großen Masse der üblicherweise bei Testshots komplett in grau gehaltenen Bauteile auffällt, ist natürlich die einteilige Karosserie. Für den Maßstab 1:24 ist das schon ein ganz schöner Klopper. Sauber gegossen, ohne großartige Grate passt es schon, einzig die Gravuren könnten etwas tiefer ausfallen und ein paar kleinere Formtrennnähte sind zu verschleifen.

Neben der Karosse befinden sich noch 6 weitere Spritzlinge in der Tüte, wobei einer die Klarsichtteile enthält. Ein weiterer Gießast wird sicherlich dazukommen, denn die hier noch grauen Felgen, Auspuffteile und Scheinwerfer wird man in der Serienproduktion sicherlich als Chromteil im Bausatz vorfinden. Mich persönlich würde es allerdings auch nicht stören, wenn sie nicht verchromt werden, da es meist eh zu spielzeughaft wirkt.

 

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Wenn man etwas näher auf die Teile schaut, fällt auf, es gibt einen Motor aus mehreren Teilen. Dieser fällt aber weniger filigran aus, was aber auch nicht stört, denn am fertigen Modell sieht man wie am Original nicht mehr wirklich viel davon, denn auf allem thront die große Abdeckung. Anschauen kann man sich diese aber trotzdem, denn die Motorhaube liegt extra bei und kann im geöffneten wie geschlossenen Zustand dargestellt werden. Für die offene Haube liegen dem Bausatz originalgetreue Haubenlifte bei, das wertet klar auf. Für den Innenraum findet der Modellbauer gut detaillierte Teile vor und hat noch die Option den Panamera als Links- oder Rechtslenker zu bauen. Mit den bereits erwähnten Decals wird der Porsche im Cockpit zu einer runden Sache. Die angegossenen hinteren Sitze sind für mich ein kleiner Negativpunkt der mit etwas Mehrarbeit zu verschmerzen ist.

Schwachpunkt des kompletten Pakets ist für mich der Unterboden. Dieser erscheint mir doch sehr vereinfacht dargestellt. Zum Glück ist es die Unterseite des Modells. Die Bremsscheiben kommen da nicht besser weg. Sie sind da, aber für mich recht lieblos gestaltet.

 

Besonderes Streitthema bei Autobausätzen von Revell sind ja immer wieder die Reifen und Felgen. Ich finde die Rad/Reifen-Kombination diesmal gelungen. Die Felgen sind recht stimmig und auch die Reifen sehen nicht so ballonmäßig aus wie in anderen Kits. Die Flanken sind zwar nicht beschriftet, aber die Höhe dürfte zum großen Kombi passen. Allerdings sollten nicht wie bei dem mir vorliegenden Testshot 3 Vorder- und ein Hinterreifen enthalten sein. Die Klarsichtteile sind an sich auch wieder sehr schön, allerdings finden sich hier im Testshot Einschlüsse von grauem Plastik in der Frontscheibe. Solche Dinge sollten in der Serienproduktion ebenfalls nicht vorkommen.

Abschließend kann man wohl sagen, es ist ein Bausatz der mit einigen guten Ideen aufwartet, aber auch so seine Schwächen hat, die am fertigen Modell wohl nicht auffallen oder gut kaschiert werden können. Von daher würde ich denken, man kann aus dem Bausatz einen schönen Kombi aus Stuttgart Zuffenhausen zaubern.

 

Ingo Hempel / PMC Riesa e.V.