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 Galeriebericht: H145M LUH KSK, Teil 1
 (Revell, Art.Nr. 04948, Maßstab 1:32)
 von Florian Hölzel

 

 

Nachdem der Testshot ja schon hier vorgestellt wurde, möchte ich heute ein wenig durch den Bau der Maschine führen. Da ich mich nicht immer zu hundert Prozent an die Anleitung halte, kann es auch hier vorkommen, dass nicht alles von 1-91 in der Reihe läuft. Angefangen habe ich diesmal mit dem Heckausleger, sprich dem eigentlichen Hauptaugenmerk des Modells, welches es erst zu einer Neuheit macht. Der Zusammenbau war Problemlos, ebenso der der Bodenplatte, welche parallel zum Bau des Heckauslegers begonnen wurde. Ein kleines Problem gab es dann aber doch: Wohin mit dem ganzen Gewicht? Ich habe insgesamt knapp 40g Blei verbaut. Im Instrumentenpilz, der Mittelkonsole und unter der Bodenplatte.

 

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Da der Kleber und auch einzelne Farben trocknen mussten, befasste ich mich mit anderen Dingen, den Sitzen der Passagiere, welche aus jeweils 7 Teilen besteht. Hierbei sollte man, während der Kleber trocknet, Passproben auf der Bodenplatte machen, da sonst die Sitze schief stehen könnten.

 

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Die komplette obere Komponente des Hubschraubers klebte ich dann auch zusammen. Ich war skeptisch, ob das so halten würde, zumal im Anschluss der Heckausleger dort dran befestigt wird und dieser nicht gerade ein Leichtgewicht ist. Aber keine Sorge, es hält alles, so wie es sein soll. Bei der Passprobe zwischen Heckausleger und oberem Teil des Modells sollte unbedingt eine Passprobe gemacht werde, da im Bereich des Anschlusses einiges an Nacharbeit erforderlich ist, damit es überhaupt passt!

Zwischenzeitlich wurden die ersten Farben im Innenraum und diverse Teile aufgebracht. Ich habe keine Decals im Innenraum verwendet, da mir der Decalsatz erst gestern zur Verfügung stand, somit sind auch das Instrumentenbrett, wie bei der Lynx (auch ein Testshot), bemalt. Viel sieht man aber im späteren Zustand nicht mehr davon.

 

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Parallel erfolgte der Zusammenbau des Rotors. Revell hat hier leider die Blätter im angestellten, sprich beim abheben, Zustand dargestellt, passt nicht ganz, da dies nicht dem Original entspricht. Die Blätter habe ich selber noch gebogen, um sie durchhängend darzustellen. Hier ist es ein wenig verzwickt, wie man den Rotor befestigen möchte.

Variante 1: Man klebt in die dargestellte Taumelscheibe einen kleinen Zapfen ein, auf den dann der Rotor aufgesteckt (ohne Kleber) wird. Somit kann man den Rotor immer wieder abnehmen (für Ausstellungen, etc.)

Variante 2: Man klebt einen Zylinder unter die Taumelscheibe und eine etwas länger Kunststoffstange in den Rotor, der dann in die Öffnung gesteckt wird und drehbar bleibt.

Ich entschied mich für Variante 2, müsste später aber feststellen, dass diese Variante dann doch nicht das Gelbe vom Ei zu sein scheint. Was tun, es ist alles verklebt und man zerstört mehr als alles andere.... Ich erinnerte mich an eine Version von einem Modellbaukollegen, der mit Magneten seine Tragflächen an Flugzeugen befestigt, um sie leichter für den Transport zu demontieren. Da auch ich bei meinen Helis dieses System schon lange mal ausprobieren wollte, tat ich dies dann auch.

Ich fräste den kompletten Zylinder wieder weg und auch die Unterseite der sich drehenden Taumelscheibe am Rotorsystem musste aufgedremelt werden, um dem kreisförmigen Magneten Platz zu bieten. Das Gegenstück wurde an den Platz geklebt, wo vorher der Zylinder saß und siehe da, es funktioniert, somit besteht nicht mehr die Gefahr, dass einer der Kunststoffzapfen wegbrechen kann und drehen kann er sich auch noch.

 

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Der Zusammenbau des Innenraums stellte keine Probleme dar. Auch das Zusammenfügen der Rumpfhälften war Problemlos. Da die Kufen mit einer Bodenplatte verbunden sind, war also noch genug Platz, um die restlichen Bleikugeln mit Holzleim in den Rumpf zu bringen. Das Einsetzen der Scheiben ist auch kein Hexenwerk, jedoch das Abkleben ein Krampf. Hier habe ich sehr viel Zeit mit verbracht, da keine der Scheiben plan ist. Das Einsetzen der Türen erfordert auch viel Aufmerksamkeit, insofern man diese geschlossen darstellen möchte, da sie nicht zu hundert Prozent passen und nachgebessert werden müssen.

Auch die größere lackierte Fläche auf der Frontscheibe wurde anhand von Vorbildfotos dementsprechend zugeschnitten, damit diese lackiert werden konnte. Hier empfehle ich jedem dies auch zu tun, denn die Decals haben einen anderen Farbton. Gespachtelt werden musste nicht viel. Ein paar Löcher wurden geschlossen (Hinweis in der Anleitung). Lediglich der Übergang vom Rumpf zum Heckausleger ist etwas lästig zu spachteln und schleifen, aber besser als ein stellenweise knapp 1mm großer Spalt. Am Übergang von der Kanzel zum Rumpf wurde auf der Oberseite auch noch ein Spalt geschlossen, es hält sich aber alles in Grenzen.

 

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Ist soweit alles fertig, wird lackiert. Ich entschied mich für German Grey von Tamiya, dieser kommt dem Originalton sehr nahe. Nachdem alles getrocknet war, erfolgte das lästige Abkleben der Kufen, hier wäre es besser gewesen, die Kufen separat zu gießen und nicht mit dem Rumpf zu verbinden.

Währenddessen widmete ich mich der Winde, welche von mir noch einige Stromanschlüsse und die Masseverbindung erhielt. Hierbei ist mir aufgefallen, dass die Winde nicht ganz korrekt wiedergegeben wurde. Die Druckflasche für die Notschwimmer erhielt auch noch ihre Leitungen für die linke und die rechte Seite. Die Notschwimmer sind ein wenig zu klein geraten, zumindest die hinteren. Etwas Struktur hätte dein kleinen Teilen auch nicht geschadet, aber es wird nicht die letzte Maschine dieses Typs sein, die ich bauen werde, somit kann man das ein oder andere noch verbessern/ergänzen.

 

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Nachdem alles fertig war erfolgte die erste Schicht Klarlack (glänzend) und dann die Decals. Mir ist aufgefallen, dass Decal 59 (das Zeichen für den Verbandskasten auf der Hecktür, weißes Kreuz auf grünem Grund) nicht vorhanden ist, lediglich der Trägerfilm, aber keine Farbe (auf beiden mir zugesandten Bögen).
Die Decals sind sehr empfindlich was Weichmacher angeht. Das eiserne Kreuz auf dem Rumpfrücken ist komplett zerstört wurden, ein zweites aus dem zweiten Bogen wurde drüber geklebt und hat Blasen geschlagen, sehr unschön. Auch neigen sie trotz Weichmacher zum silvern, sehr unschön, lässt sich aber nicht mehr ändern. Die Farben der Deutschlandflagge und der Rotorblätter und -stangen sind nicht gerade der Hit. Anschließend noch eine Schicht Klarlack (glänzend), trocknen lassen und als Finish Seidenmatter Klarlack.

Alles in allem macht der Bausatz Spaß und geht leicht von der Hand. OOB gebaut steht er schnell in der Vitrine, für Detailverliebte ist viel Freiraum für Ergänzungen und Detaillierung. Ich hoffe euch gefällt mein Modell. Bei Fragen, könnt ihr euch gerne über den DPMV an mich wenden.

 

In Teil 2 des Bauberichtes folgen dann Fotos des fertigen Modells des H145M LUH KSK.

 

Florian Hölzel