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 Die Erfindung des Fahrrades wird 200 Jahre alt

 17.04.2017 von Bernd Heller

 

Der deutsche Forstbeamte Karl Freiherr von Drais (*29.04.1785, †10.12.1851) gilt als Erfinder dessen, was wir heute „Fahrrad“ nennen. Ohne ein entsprechendes Vorbild in der Natur zu haben setzte er das bis dahin unbekannte Zweiradprinzip in einer Laufmaschine um. Abgesehen von einem Pferd war dies damals die schnellste Art der Fortbewegung. Für eine erste Fahrt am 12.06.1817 benötigte Drais für eine Strecke etwa 13 km nur etwa eine Stunde. 1818 erhielt er für seine Holzkonstruktion, jetzt „Draisine“ genannt, in Baden ein Patent. Später auch in Preußen und in Frankreich.

Auch wenn diese Art der schnellen Fortbewegung großes Aufsehen erregte, konnte sich das Laufrad nicht durchsetzen und geriet teilweise wieder in Vergessenheit. Denn einige Zeit später begann mit der Dampfeisenbahn ein neues Kapitel in der Geschichte der Fortbewegung. Etwa ab den 1860'er Jahren, zu Beginn der Industrialisierung, wurden wieder Laufmaschinen gebaut. Verbessert wurden sie durch einen Pedalantrieb, genauere Steuerung und später komfortabler mit Vollgummi- und Luftbereifung. Ab der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann sich das Fahrrad als preiswertes und massentaugliches Fortbewegungsmittel durchzusetzen. Heute, im 21. Jahrhundert, ist die Erfindung von Karl Freiherr von Drais ein allgegenwärtiger Bestandteil auf unseren Straßen und Wegen – weltweit.

In Deutschland gibt es einige Museen, die sich speziell dem Fahrrad gewidmet haben:

 

Deutsches Fahrradmuseum, 97769 Bad Brückenau

Fahrradmuseum Dresden, 01796 Pirna

Fahrradmuseum Hüttenheim, 97348 Markt Willanzheim

Pedalwelt, 63872 Heimbuchenthal

RadHaus, 37574 Einbeck

Rheinhessisches Fahrradmuseum, 55435 Gau-Algesheim

Radsportmuseum Course de la Paix, 39221 Kleinmühlingen

 

Auch im Bereich Modellbau wird das Thema „Fahrrad“ bedient. Da es unmittelbar mit Figuren zusammenhängt, ist der Maßstab 1:35 in der Zeit des 2. Weltkrieges weiter verbreitet als andere. Hier ist Tamiya an erster Stelle zu nennen. Aber es hat sich auch ein Markt für Bausätze von Rennrädern entwickelt. Angelehnt an Motorräder hat sich hier der Maßstab 1:8 oder 1:9 etabliert. Hier sind Fujimi, Aoshima oder Protar zu nennen. Aber auch kleinere Maßstäbe wie 1:87, 1:72, 1:144 bis hin zu 1:350 werden inzwischen von Hersteller wie z.B. Hauler, Brengun oder CMK bedient.

 

Stellvertretend für alle diese Bausätze und Firmen stellen wir hier zwei Bausätze vor:

Ein Bianchi-Rennrad aus dem Jahr 1980 des Herstellers Protar im Maßstab 1:9 und ein Set mit deutschen WK2-Fahrrädern von HäT in 1:72.

 

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Bernd Heller / Modellbauclub Koblenz