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 Der erste Deutsche im All, Sigmund Jähn, wird 80 Jahre alt

 13.02.2017 von Thomas Schäffter

 

 

Sigmund Werner Paul Jähn wurde am 13. Februar 1937 in Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland geboren und ist ein ehemaliger deutscher Kosmonaut, Jagdflieger und Generalmajor der NVA der DDR. Er war der erste Deutsche im Weltraum.

 

Jähn

  

Jähn flog am 26. August 1978 in der sowjetischen Sojus 31 zusammen mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski zur sowjetischen Raumstation Saljut 6. Der Flug dauerte 7 Tage, 20 Stunden, 49 Minuten und 4 Sekunden. Während der 125 Erdumkreisungen führte Jähn zahlreiche Experimente durch. Dazu zählten u.a. wissenschaftlich-technische Experimente mit der Multispektralkamera MKF 6 zur Erdfernerkundung. Sojus 31 blieb als Rückkehrkapsel für die Stammbesatzung an Saljut 6 angedockt, die maßgeschneiderten Sitze wurden in die Rückkehrkapsel Sojus 29 umgeladen.

Eine unerwartet harte Landung der Kapsel führte bei Jähn zu bleibenden Wirbelsäulenschäden. Da der relativ kleine Kapsel-Kommandant den Schalter zur Loslösung des Fallschirms nur unter Schwierigkeiten verspätet erreichte, löste sich der Schirm nicht rechtzeitig von der Landekapsel, wodurch diese sich mehrfach überschlug und durch die Steppe geschleift wurde.

Nach der erfolgreichen Raumfahrtmission Sojus 31 wurde Jähn 1978 zum Oberst und stellvertretenden Leiter des Zentrums für Kosmische Ausbildung im Kommando LSK/LV berufen. 1979 wurde er Chef dieses Zentrums und blieb es bis 1990. 1983 wurde Jähn am Zentralinstitut für Physik der Erde in Potsdam auf dem Gebiet der Fernerkundung der Erde promoviert. Am 1. März 1986 wurde Oberst Jähn zum Generalmajor ernannt. Er gehörte am 2. Oktober 1990 neben Generalmajor Lothar Engelhardt und Admiral Theodor Hoffmann zu den letzten Generalen, die aus der NVA entlassen wurden. Seit 1990 ist er im russischen Kosmonautenausbildungszentrum als freier Berater für das Astronautenzentrum des DLR und seit 1993 auch für die ESA tätig.

Quelle: Wikipedia

 

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Ich selbst hatte die Gelegenheit bei einer Modellbauausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz Sigmund Jähn persönlich kennenzulernen. Jeder der in Ostdeutschland geboren wurde, kennt ihn und hatte ihn meist zum Vorbild. Er ist noch heute ein sehr bescheidener, aber auch herzlicher Mensch, dem sein Ruhm nie zu Kopf gestiegen ist. Ich bin sehr froh ihn dort die Hand geschüttelt und von ihm ein Autogramm erhalten zu haben. Hier habe ich ein sehr schönes Erinnerungsfoto.

Der Modellbauclub Hoyerswerda e.V. hat ihn während einer anderen Modellbauausstellung ein kleines Geschenk gemacht, Gerald Werner hatte die MiG-21 von Sigmund Jähn im Maßstab 1:32 nachgebaut, die in Morgenröthe-Rautenkranz auf dem Sockel vor der Raumfahrtausstellung steht.

Er hat sich sehr gefreut und das Modell hat mittlerweile einen Ehrenplatz in seiner Wohnung. Wie er uns persönlich berichtete, muss er die MiG-21 vor seinen Enkeln schützen, die so gern damit spielen würden.

 

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Modellbauerisch kann man die Landung von Jähn und Bykowski nachbauen. Im Maßstab 1:48 bietet die Firma New Ware einen Resinbausatz an, wo man die Szene, als Sigmund Jähn den Dank an die Erbauer auf die Landekapsel schreibt, nachstellen kann.

Die Landekapsel kann man im Militärhistorischen Museum in Dresden besichtigen, wo sie aber nicht sehr attraktiv und den Anlass entsprechend präsentiert wird.

 

Der DPMV gratuliert recht herzlich Sigmund Jähn zum 80. Geburtstag! 

 

Thomas Schäffter

Modellbauclub Hoyerswerda e.V.